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Heiße Ecke - scharfe Sachen - Kroschke Car Logistic Hamburg Weihnachtsfeier 2007 in St.Pauli auf der Reeperbahn

waldorf Sonntag, 30. März 2008

heisseecke.jpgGleich vorweg: Die erste Sitzung auf dem Porzellanexpress habe ich entgegen allen Prophezeiungen gut überstanden. Zu den Hintergründen aber später mehr.

 

Fast schon traditionell startete das Team der Kroschke Car Logistic GmbH Hamburg recht spät mit der Weihnachtsfeier 2007. Dieses Jahr sogar erst nach Ostern. Aber auf den Kalender haben auch wir keinen Einfluss. Lange geplant kam dann doch einiges in den letzten Tagen vor der Veranstaltung durcheinander. Krankheit und wichtige persönliche Gründe dünnten leider das Teilnehmerfeld stark aus. Da die Veranstaltung bereits im Vorwege gebucht und bezahlt wurde, mußte eine weise Entscheidung her: Die Lücken wurden durch engste Familienmitglieder ausgefüllt. Wenn nicht sie, wer hätte es sonst verdient als die Menschen die unsere tägliche Arbeit auch nach Feierabend ertragen und unterstützen.

 

Was sollte uns erwarten?

 

Wie im Vorjahr gab es von der Firma zum einen wieder einen großzügigen Beitrag zur Weihnachtsfeier und zum anderen einen extra Beitrag wegen des 50 jährigen Firmenjubiläums.

Unser Budget war prall gefüllt. Deshalb entschloßen wir uns dieses Jahr diese Beträge zusammenzulegen um einen größeren Rahmen zu planen. Es mußte wieder etwas gefunden werden woran alle Freude haben würden. Ein Ort wie die Reeperbahn sollte das garantieren. Es begann alles damit das wir uns im Büro trafen und gemeinsam auf den Kiez fuhren. Während der Anfahrt lauschten wir der Fußballübertragung im Radio. Wir befürchteten bereits das Uwe, unser Scout, solange um den Kiez fahren würde bis der Spieltag zu ende ging. Endlich in der Tiefgarage unter dem Spielbudenplatz angekommen sammelten wir uns und gingen gegen kurz nach 5 zu unserer ersten Station des Abends. Dem Schatto Pauli. Den sonst während der Arbeitspausen nicht all zu verwöhnten Zulassergaumen schmeichelten wir ihm mit einem 3 Gänge Menü.

 

Das Heisse Ecke Menü:

 

KLEINER BORDSTEINSCHWALBENSALAT
Putenbrust in Curry
mit Shrimps und Nüssen an Blattsalat

 

LUDENS LEIBSPEISE
Schaschlik vom Rumpsteak in Paprikasauce
mit Marktgemüse und Kartoffelwürfeln (Anm.d.V.: und mittelscharfe Peperoni!)

 

DAS EIS DANACH
Fürst-Pückler-Schnitte an süßen Früchtchen

 

Der Hinweis der Bedienung auf die Schärfe der beigelegten tiefroten Peperoni musste ich wie gewohnt ignorieren und verspeiste 4 von den mir zugeschobenen Feuerstangen. Die von den Kollegen prophezeiten Auswirkungen am Tag danach blieben aus. Bin ich ein Held?

 

Die Raucher unter uns konnten sich zwischen einem ungenutzten Clubraum und der Straße vor der Eingangstür entscheiden. Irgendwie sammelte man sich doch draußen vor der Türe. Auf St. Pauli gibt es eben doch viel zu sehen um das sich das frösteln lohnt.

 

So gestärkt und guter Laune ging es durch den Keller des Restaurant zur anderen Seite des Hauses in das Theater, dem Schmidts Tivoli zu unseren Plätzen auf dem Rang. Sofort war ich von dem Raum aus der Gründerzeit begeistert. Ein phantastisches Flair ging von ihm aus.

 

„Die Form des Zuschauerrundes ähnelt einer Zirkusarena und ist achteckig. Die Bühne reicht, anders als heute üblich, in den Saal hinein. Geschehen auf der Bühne und Publikum rücken einander näher – das macht das besondere Zuschauergefühl vom TIVOLI aus, …

Das Haus befindet sich wieder annähernd im Ursprungszustand, seit es in der frühen Gründerzeit (ca. 1870) gebaut wurde. Der Name TIVOLI wurde damals schon verwendet: „Tivoli Concerthaus“. Von 1925 bis 1990 war das Gebäude ein Amüsier-Tempel, das den Namen „Zillertal“ trug und bajuwarisch in weiß und blau gehüllt war. Als Corny Littmann und Norbert Aust das Haus 1991 übernahmen, legten sie unter der dunklen Holzvertäfelung u.a. die goldenen Säulen, die großen Rundspiegel und Wandmalereien frei, die gut erhalten vom Ende des letzten Jahrhunderts bis heute überlebt haben.

Ein ganz anderes Flair fing unserer Stephan ein. Als er etwas ungeschickt mit der Digitalkamera seiner Freundin ein Gruppenfoto von uns machen wollte, bekam er die Hilfe einer jungen und attraktiven Beleuchterin angeboten. Bald gesellte sich auch seine Freundin dazu und erklärten ihn das die Kamera nur ein Knopf hatte. So kommt man gleich zu zwei Frauen. Uwe orderte noch schnell für alle einen Aquavit als Verteiler und auch wir hatten noch Zeit uns von der Karte des Glanz & Gloria etwas leckeres zu bestellen. Ich kann den Grünschnabel empfehlen. Da schafft man auch zwei davon. Nun begann das Stück. Die Heiße Ecke. Das Bühnenbild, ein Eckimbiss auf der Reeperbahn mit den heissesten Würstchen vom Kiez, eine dunkle Gasse zum Red Banana, einem Tabeldance Schuppen mit Puff und der geilsten Krankenschwester der Welt.

Ausschnitte aus dem Stück gibt es hier zu sehen:

:arrow: http://wm.work.de/tivoli/HeisseEcke.wmv

 

Worum geht es in diesem Musical?

 

Mit meinen Worten ist es ein Auszug aus dem Leben so einiger repräsentativer Charaktere die man auf St. Pauli antrifft, die man dort vermutet oder wie man sich die Menschen wünscht. Sie alle haben ihre Träume beeinflusst von dieser Meile. Ich kann nur einige der über 50 Rollen, gespielt von nur 9 Schauspielern aufzählen:

 

Die schöne Imbissangestellte – sie ist attraktiv und träumt davon eines Tages weg vom Grill zu kommen

Der Lude und Schlepper – er fängt die Touristen ein und verkauft ihnen Träume

Die Nutten – Die Mädels aus vielen Nationen, auch sie wollen Komputa von ALDI

Die Alten – Sie schwärmen von vergangener Zeit

Der Bulle, der gute – er gibt auch schon mal einen Tip. Bleibt Mensch und ist in die schöne Imbissangestellte verliebt

Die Bazis – dämliche Touris, geh hoam!

Der schwule – immer in die falschen verliebt

Der Hehler – Ray Ban und Anzug

Die Pinneberger Junggesellen und Gesellinen, die Studentenliebe, der Zocker, der ewige Hippie, die Stadtreinigung….

 

Mehr als einmal war man zu Tränen gerührt. Kitsch satt. Nur zu oft rannten einem die Tränen doch vor Lachen. Trockene Sprüche, Kiezatmosphäre, Menschen wie du und ich.

 

Pressestimmen:

:arrow: http://www.tivoli.de/index.php?id=event701#c937

 

Die Vorstellung war zu Ende. Wir wollten den Abend noch in einem urtypischen Lokal beschließen. Die Kneipe Zum Anker erschien mir dafür am besten geeignet. Proppenvoll, Stimmung aus einer echten Jukebox, original Holzgestühl, Astra und Holsten aus der Knolle. Ein Billardtisch der schon ganz andere Freizeitbeschäftigungen über sich ergehen lassen musste und natürlich eine Wirtin die nicht besser in diesen Laden passen würde. Ein paar Bier, ein paar Zigaretten und ein paar Stösse Billard.

Besser konnte so ein unvergesslicher Abend nicht zu Ende gehen. Wir werden sicher noch lange darüber sprechen. Nur das Belegfoto für die Christoph Kroschke haben wir vergessen. Aber der Kontakthof war ja auch auf der anderen Seite der Reeperbahn.

 

 

Ein Kommentar zu “Heiße Ecke - scharfe Sachen - Kroschke Car Logistic Hamburg Weihnachtsfeier 2007 in St.Pauli auf der Reeperbahn”

  1. elaleluam Sonntag, 30. März 2008 um 18:29 Uhr

    Super toll geschrieben. Keiner kann das so wie du!
    Beide Daumen und OKzehe hoch.
    Außerdem alle 5 Fische

    ;-) ;-) :-) ;-) ;-)

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